Unterricht und Erziehung

Im Tenor der „Individuellen Förderung“ wollen und sollen unsere Kinder erfolgreich und mit Freude lernen. In der täglichen Arbeit lassen wir uns deshalb von folgenden Handlungsmaximen leiten:

 

Kinder sind verschieden

Die Kinder kommen mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen. Wir reagieren darauf mit einem differenzierte Lernangebot. Individuelle Förderung ist uns ein wichtiges Anliegen. In diese Förderung beziehen wir Kinder mit Lernschwierigkeiten ebenso ein, wie Kinder, die leicht und schnell lernen oder besondere Begabungen mitbringen. Auch in der täglichen Unterrichtsarbeit sehen wir es als unsere Aufgabe an, die Persönlichkeit jedes Kindes zu stärken im sozialen Miteinander und nicht Gegeneinander. Nicht die Konkurrenz sondern gegenseitige Achtung steht im Vordergrund. Gemeinsames Arbeiten hat deshalb einen hohen Stellenwert. Hier können sich die Kinder mit ihren individuellen Stärken einbringen. Durch geeignete Präsentationsformen finden alle die verdiente Beachtung und Anerkennung.

 

Kinder brauchen Anregungen

Kinder suchen nach Herausforderungen, die sie anregen und ermutigen, über bereits Gelerntes, Erkanntes, Erfahrenes oder Wahrgenommenes hinauszugehen. Deshalb steht allen Klassen ein Fundus an frei zugänglichen Lern- und Arbeitsmitteln zur Verfügung, die in freien Phasen zum Weiterarbeiten, Nachforschen oder Vertiefen herausfordert. Aber auch im fächerübergreifenden Unterricht regen wir zum Nachfragen an, suchen nach Möglichkeiten, individuelle Interessen der Kinder zu berücksichtigen bzw. herauszubilden. Nicht zuletzt bietet das Aufsuchen außerschulischer Standorte viele Möglichkeiten anregungsreichen Lernens.

 

Kinder wollen sich anstrengen

Lernen soll Spaß machen, aber ohne Anstrengung geht es nicht! Wenn Anstrengung verbunden ist mit individuellem Erfolgserleben, wächst daraus neue Anstrengungsbereitschaft und Lernfreude. Durch offene Unterrichtsangebote (Freie Arbeit, Tages- oder Wochenplanarbeit, Projekte, etc.) sorgen wir dafür, dass jedes Kind seinem Lerntempo entsprechend arbeiten und Erfolge erleben kann. Aber auch in gelenkten Unterrichtsphasen bemühen wir uns, den unterschiedlichen Lernbedürfnissen unserer Kinder durch entsprechende differenzierende Angebot gerecht zu werden.

 

Kinder wollen erfolgreich sein

Das Erleben von Erfolg fördert nachhaltig weitere Lernmotivation. Deshalb ist es auch entscheidend, dass die Anforderungen, die an die Kinder gestellt werden, ihrem individuellen Leistungsvermögen entsprechen. Individuelle Förderung ist daher ein zentrales Anliegen unserer Unterrichtsarbeit. In speziellen Förderkursen erfahren Kinder mit Lernschwierigkeiten: „Ich kann doch lesen und schreiben“ oder „Rechnen macht Spaß“. Wichtigstes Ziel dieser Förderkurse ist es, dass die Kinder wieder Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gewinnen und mit Freude lernen.

 

Kinder brauchen Sicherheit und Geborgenheit

Die Klassenräume entwickeln sich bald zu individuell gestalteten Lern- und Lebensräumen der Kinder der jeweiligen Klasse. Bilder, Texte, Fotos, Lernplakate spiegeln das Lernen und Leben der Klassengemeinschaft. Eine Klassenlehrerin/ein Klassenlehrer begleitet die Kinder über mindestens zwei Jahre hinweg kontinuierlich. Um Konstanz in der Bildungs- und Erziehungsarbeit zu gewährleisten, unterrichtet eine Lehrkraft mehrere Fächer in der Klasse. Sollte ein Klassenlehrerwechsel nach der Eingangsstufe notwendig werden, wird der Wechsel so behutsam wie möglich gestaltet. In der Klasse vereinbarte Regeln bilden ein verlässliches Fundament im täglichen Umgang miteinander. Rituale strukturieren den Unterrichtsalltag.

 

Kinder brauchen Verantwortung

Schulisches Lernen wird umso eher zur eigenen Sache, je mehr die Kinder über Inhalte des Unterrichts und über die Regeln für die Gemeinschaft mitbestimmen können. Deshalb werden die Kinder schrittweise in die Verantwortung für ihren Lernprozess mit einbezogen. Sie erarbeiten sich ein tragfähiges Ordnungssystem, lernen ihren Arbeitsprozess sinnvoll zu strukturieren und Arbeitsergebnisse ggf. angemessen zu präsentieren. Sie arbeiten allein, mit einem Partner, in der Gruppe. Sie lernen, über ihre eigene Arbeit nachzudenken und Erkenntnisse in die Tat umzusetzen. So erreichen Sie einen hohen Grad an Selbstständigkeit. In vielen Klassen gibt es einen Klassenrat, in dem die Kinder der Klasse die Regeln des Miteinanders diskutieren und festlegen, Wünsche vortragen und abstimmen und Probleme lösen.

 

Kinder brauchen Orientierung

Als katholische Grundschule fühlen wir uns christlichen Werten in besonderer Weise verpflichtet. Gegenseitige Achtung, Toleranz und Respekt durchziehen die Bildungsund Erziehungsarbeit an unserer Schule und sind eng verwoben mit der Vermittlung christlicher Glaubensgrundsätze im Religionsunterricht (katholisch und evangelisch). Leben und Lernen in der Grundschule ereignet sich immer in dem Spannungsfeld zwischen den Bedürfnissen des Einzelnen und der Notwendigkeit der Einpassung in die Gemeinschaft. Das Recht den Individuum erfährt dort seine Grenzen, wo es das Recht eines Anderen verletzt. Um diese Balance zu entwickeln brauchen Kinder klare Orientierungspunkte – Grenzen. Unsere Handlungsmaximen sind in der Schulordnung festgehalten. In verschiedenen Projekten, Unterrichtseinheiten, aber auch in alltäglichen Situationen werden die Kinder angeleitet, Konflikte selbst zu lösen.